Stiftung Wisli gewinnt Innovationspreis ZüriUnterland 2026
Stiftung Wisli gewinnt Innovationspreis ZüriUnterland 2026
Der diesjährige Innovationspreis ZüriUnterland geht an die Stiftung Wisli. Den zweiten Platz sichert sich die Amberg Infra 7D AG und den dritten Platz belegt die Lehrshare GmbH. Der Innovationspreis wurde am 31. August 2026 im Rahmen des Innovationsanlasses in Embrach feierlich überreicht. Der Anlass der Standortförderung ZüriUnterland bei der Gastgeberin Kyburz Switzerland AG bot Unternehmen aus dem Unterland ein inspirierendes Programm zum Thema Innovation.
Der Innovationspreis wurde 2021 vom Wirtschaftsrat der Standortförderung ZüriUnterland (damals noch Standort Zürcher Unterland) ins Leben gerufen, um Innovationen aus dem Unterland zu würdigen und sichtbar zu machen.
Der mit 5’000 Franken dotierte erste Platz wurde von den Jury-Mitgliedern Andrea Lobsiger und Oliver Schärli, der ebenfalls die Co-Sponsorin Zürcher Kantonalbank vertrat, feierlich an die Stiftung Wisli übergeben. Psychische Erkrankungen sind für Aussenstehende oft schwer nachvollziehbar. Genau hier setzt «Die unsichtbare Last» der Stiftung Wisli aus Bülach an. In zwei begehbaren Erfahrungsboxen werden Depression und schizophrene Wahrnehmung nicht nur erklärt, sondern durch räumliche Inszenierungen und akustische Elemente erfahrbar und nachvollziehbar gemacht. Besuchende erhalten so einen unmittelbaren Zugang zu Erfahrungen, die sich mit Worten allein nur schwer vermitteln lassen. Die Ausstellung wurde gemeinsam mit Menschen mit eigener Krisenerfahrung und Fachpersonen der Stiftung Wisli entwickelt und birgt grosses Potenzial für die Sensibilisierung und das Schaffen von Verständnis für psychische Erkrankungen unter anderem in Unternehmen.
Den mit 2’500 Franken dotierten zweiten Platz belegt die Amberg Infra 7D AG. Die Firma aus Regensdorf hat eine neuartige Technologie entwickelt, die misst, wie stark sich ein Gleis unter der Belastung eines fahrenden Zuges bewegt beziehungsweise absinkt. Mit dem neuen Sensor können Bahnstrecken kostengünstig und flächendeckend überwacht werden. Dadurch lassen sich Gefahren wie Gleisunterspülungen oder Verformungen frühzeitig erkennen und die Sicherheit im Bahnverkehr erhöhen. Gleichzeitig können Unterhalts- und Sanierungsarbeiten gezielt dort durchgeführt werden, wo sie tatsächlich nötig sind, wodurch Ressourcen geschont werden.
Der ebenfalls mit 2’500 Franken dotierte dritte Platz geht an die Lehrshare GmbH aus Glattfelden. Lehrshare ist eine digitale Plattform, die Jugendliche, Schulen und Lehrbetriebe im Lehrstellenprozess miteinander verbindet und zentrale Schritte der Lehrstellensuche und Bewerbung an einem Ort vereint. Im Unterschied zu klassischen Lehrstellenplattformen geht es nicht nur darum, offene Stellen zu finden: Jugendliche können ihre Bewerbungen verwalten, Unterlagen verbessern und den aktuellen Stand verfolgen. Lehrpersonen erhalten einen zentralen Überblick über den Bewerbungsstand ihrer Lernenden, während Lehrbetriebe ihre Lehrstellen präsentieren und eingehende Bewerbungen übersichtlich bearbeiten können. Dadurch wird der Lehrstellenprozess einfacher, transparenter und effizienter für alle Beteiligten. Ein zusätzlicher Mehrwert: Jugendliche, die zu Hause wenig Unterstützung bei der Lehrstellensuche erhalten, finden auf der Plattform praktisches Bewerbungswissen sowie konkrete Tipps und Hilfestellungen.
Die Jury, der Wirtschaftsrat ZüriUnterland, zeigte sich einmal mehr beeindruckt von der Vielfalt der Innovationen im Zürcher Unterland, die sich auch in den drei Preistragenden widerspiegelt.
Exklusiver Einblick in Innovationen von Unternehmen
Der ausgebuchte Innovationsanlass bei der Gastgeberin Kyburz Switzerland AG in Embrach bot den rund 80 Teilnehmenden exklusive Einblicke in Innovationen verschiedener Unternehmen:
- Bei einem Rundgang erhielten die Teilnehmenden exklusive Einblicke in den Standort der Kyburz Switzerland AG in Embrach. Das neue Zuhause der Pionierin in Sachen Elektromobilität ist nicht nur architektonisch höchst ansprechend, sondern ideal konzipiert für die effiziente und qualitätsvolle Produktion. Büro, Lager und Teststrecke sind nun an einem Standort vereint. Dies kommt auch der Entwicklung von Innovationen zugute.
- Das Spital Bülach zeigte, wie Innovationen direkt im Spitalalltag entwickelt und optimiert werden. Meret Siegenthaler, Co-Leiterin Bettenstation E2, gewährte spannende Einblicke in ein innovatives Arbeitszeitmodell für das Pflegepersonal. Das Modell wurde 2025 mit dem Innovationspreis ZüriUnterland (2. Platz) ausgezeichnet und ist erfolgreich in Umsetzung. Stefan Schöne, Leiter Pflege Intensivstation, zeigte mit dem Projekt Sozialhund auf, wie ein Hund auf der Intensivstation Mehrwerte schafft.
- Richard Lichtenberg vom Start-Up GoNina zeigte auf, wie GoNina mit KI-basierten Absatzprognosen Bäckereien und Gastronomie-Betriebe in der Planung unterstützt und welche Herausforderungen bei der Entwicklung und Etablierung der Innovation gemeistert werden mussten.
Abgerundet wurde der Anlass durch den angeregten Austausch beim Apéro, wo die Teilnehmenden die Fahrzeuge der Kyburz Switzerland AG testfahren sowie die Innovationen der diesjährigen Preistragenden hautnah erleben konnten.
Der Innovationsanlass wurde unterstützt vom Amt für Wirtschaft Kanton Zürich, von der Gemeinde Embrach und der Kyburz Switzerland AG. Der Innovationspreis wurde gesponsert von der Zürcher Kantonalbank und der Vetropack Holding AG.





